Haftbefehl gegen mutmaßlichen Betreiber einer Indoorplantage

Amöneburg

12.05.2022

 

Wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge führt die Staatsanwaltschaft Marburg ein Ermittlungsverfahren gegen einen 31-Jährigen, nachdem die Kriminalpolizei Marburg am Dienstag, 10. Mai, bei einer Hausdurchsuchung unter anderem eine professionelle Indoorplantage vorfand. Der mutmaßliche Betreiber befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Etwa 330 nahezu erntereife Marihuana-Pflanzen, umfangreiches Equipment, über 180 Gramm Amphetamine, mehrere Handys, 500 Euro Bargeld und zwei Schlagwaffen stellten Beamte der Kriminalpolizei sicher, als sie am Dienstag einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Arnsberg vollstreckten.

 
Foto: Links: Vorgefundene Indoorplantage; Rechts: Sichergestellte Marihuana-Pflanzen

Die in voller Blüte stehenden Pflanzen befanden sich im Keller und Obergeschoss des Hauses und dürften zusammen mit dem Equipment einen Wert von etwa 100.000 Euro haben. Der erwartete Ertrag soll bei etwa 27 Kilogramm hochwertigem Marihuana gelegen haben.

Die Vorführung des Beschuldigten fand am Mittwoch, 11. Mai, am Amtsgericht Marburg statt. Die zuständige Haftrichterin erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie der Haftgründe der Flucht- und Wiederholungsgefahr.